DAS SIND WIR
Unser Hof. Unser Weg.
Seit 2017 bewirtschaften wir, Luisa und Jannes Wehmann, das Klostergut Dibbesdorf. Dass ein landwirtschaftlicher Betrieb nicht innerhalb einer Familie weitergegeben, sondern neu verpachtet wird, ist eher selten. Für uns war genau das eine besonderen Chance – und der Beginn unseres gemeinsamen Weges in Dibbesdorf.
EIN HOF MIT GESCHICHTE
Landwirtschaft hat hier Tradition
Das Klostergut Dibbesdorf blickt auf eine lange landwirtschaftliche Geschichte zurück. Seinen Namen verdankt es seiner ursprünglichen Zugehörigkeit zum Kloster Riddagshausen. Teile der Flächen gehören bis heute der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.
Von 1990 bis 2017 bewirtschaftete Bernd Barnstorf-Brandes das Klostergut. Bereits Anfang der 1990er-Jahre stellte er den Betrieb auf ökologische Landwirtschaft um. Gemeinsam mit seiner Frau Kathi eröffnete er auch den Hofladen.
Viele unserer Kunden kennen den Hofladen noch aus dieser Zeit. Manche kamen schon als Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern hierher, um frische Milch zu holen. Damals gehörten noch Milchkühe zum Betrieb – und selbst heute lässt sich in den alten Hofgebäuden noch erkennen, wo sich früher die Milchkammer befand.
EIN NEUES KAPITEL
Eine Chance, die nicht oft kommt.
Als Bernd Barnstorf-Brandes 2017 aus Altersgründen aufhörte, wurde für das Klostergut Dibbesdorf ein neuer Pächter gesucht. Dass ein landwirtschaftlicher Betrieb auf diesem Weg neu vergeben wird, ist eher selten – für uns war es eine besondere Gelegenheit.
Jannes studierte nach seiner Ausbildung bei Volkswagen Agrarwissenschaften in Göttingen. Da sein älterer Bruder den landwirtschaftlichen Familienbetrieb zu Hause übernahm, war für ihn früh klar, dass sein eigener Weg woanders liegen würde. Gegen Ende des Bachelorstudiums erfuhr er eher zufällig, dass in Dibbesdorf ein neuer Pächter gesucht wurde.
Wir kannten uns damals bereits aus dem Agrarstudium in Göttingen. Auch Luisa stammt aus einer landwirtschaftlichen Familie. Eigentlich war der Plan, dass sie Jannes beim Start in Dibbesdorf für ein Jahr unterstützt und anschließend ihr Masterstudium beginnt.
Aus diesem einen Jahr wurde unser gemeinsamer Betrieb.
SEIT 2017
Vieles übernommen. Vieles weitergedacht.
Als wir das Klostergut 2017 übernahmen, waren die Grundlagen des heutigen Betriebs bereits da: Legehennen, Mutterkühe, Ackerbau, Grünland und der Hofladen. Vieles davon haben wir weitergeführt – und Schritt für Schritt weiterentwickelt.
Besonders die Legehennenhaltung hat sich seitdem verändert. Wo früher viel Handarbeit nötig war und das Futter beispielsweise täglich selbst angemischt und mit Eimern in den Mobilstall getragen wurde, erleichtert uns heute moderne Technik die Arbeit. Der erste Stall wurde umfassend modernisiert, weitere Mobilställe kamen hinzu.
Auch unsere Mutterkuhherde ist gewachsen, neue Weiden und weitere Flächen kamen dazu. Gleichzeitig konnten wir den Hofladen erweitern und mehr Platz für unsere Fleisch- und Käsetheke sowie Obst und Gemüse schaffen.
Was wir anfangs noch mit einem Auszubildenden und viel Unterstützung unserer Familien bewältigen konnten, wäre heute undenkbar. Inzwischen arbeiten mehrere Mitarbeiter mit uns daran, dass auf dem Hof, in den Ställen und im Hofladen jeden Tag alles läuft.
ca. 4.000
Legehennen
ca. 40 Mutterkühe
plus Nachzucht
Ein Hofladen
mitten auf dem Klostergut
ÖKOLOGISCHE LANDWIRTSCHAFT
Bio war die Voraussetzung.
Heute ist es Überzeugung.
Als wir das Klostergut 2017 übernahmen, wurde hier bereits seit mehr als 25 Jahren ökologisch gewirtschaftet. Die Fortführung des Bio-Betriebs gehörte zu den Voraussetzungen für die Übernahme.
Seitdem haben wir die ökologische Wirtschaftsweise immer besser kennengelernt, weiterentwickelt und mit unseren eigenen Vorstellungen verbunden. Heute ist sie für uns selbstverständlicher Teil davon, wie wir Landwirtschaft betreiben wollen.
Dabei geht es uns nicht darum, Landwirtschaft in Schwarz und Weiß zu betrachten. Entscheidend ist für uns, Verantwortung für Tiere, Böden und Natur zu übernehmen – und gleichzeitig einen Betrieb zu führen, der auch wirtschaftlich eine Zukunft hat.
ACKER, WIESEN & WEIDEN
Landwirtschaft ist mehr als das,
was man im Hofladen sieht.
Ein großer Teil unserer täglichen Arbeit findet auf den Flächen rund um Dibbesdorf statt. Wir bauen unter anderem Getreide und Mais an – seit Kurzem auch Sonnenblumen.
Unsere überwiegend sandigen Böden und die fehlende Beregnung setzen der Bewirtschaftung natürliche Grenzen. Umso wichtiger ist für unseren Betrieb das Grünland: Es liefert Futter für unsere Rinder und prägt einen großen Teil unserer landwirtschaftlichen Arbeit.
Darüber hinaus übernehmen wir die Pflege von öffentlichen Grünland-, Ausgleichs- und Wasserschutzflächen. Gerade Flächen, die nicht intensiv bewirtschaftet werden können oder sollen, brauchen eine passende landwirtschaftliche Nutzung, damit sie langfristig erhalten bleiben.
Sie haben Grünland- oder Ausgleichsflächen?
Auch für die Pflege weiterer Flächen sind wir grundsätzlich offen.
Sprechen Sie uns gerne an.
BLICK NACH VORN
Für heute.
Und vielleicht für die nächste Generation.
Landwirtschaft bedeutet für uns Verantwortung, lange Tage und Arbeit bei Wind und Wetter. Und trotzdem können wir uns kaum einen anderen Beruf vorstellen.
Wir arbeiten gerne auf unserem Hof. Wir mögen die Abwechslung, den Kontakt zu unseren Tieren und zu den vielen Menschen, die uns im Hofladen oder bei unserer täglichen Arbeit begegnen. Und wir möchten offen bleiben für neue Ideen, Möglichkeiten und Technik, die unsere Arbeit besser machen können.
Unser Ziel ist es, das Klostergut so weiterzuentwickeln, dass es auch in Zukunft wirtschaftlich gesund bleibt – und ein Ort, an dem man gerne lebt und arbeitet.
Unsere beiden Söhne wachsen mitten auf dem Hof auf und gehören ganz selbstverständlich dazu. Ob sie eines Tages selbst Landwirte werden möchten, dürfen sie später entscheiden.
Wir möchten ihnen aber die Möglichkeit geben, diesen Weg zu gehen.
Wir haben noch viele Ideen für diesen Hof. Und wir freuen uns darauf zu sehen, was daraus wird.

